Die deutsche Energiewende war erfolgreich! Das bedeutet: Klimaneutralität 2050 ist jetzt endgültig abgeräumt.
Das Ziel war stets, AKW abzuschalten und durch EE + Gas zu ersetzen - das haben wir, trotz aller Probleme und Kosten, geschafft.
Die Erzählung, man könnte aber den gleichen Pfad, der C02-freie KKW durch fossile Gaskraftwerke ersetzt, auch zur Klimaneutralität nutzen, war schon immer nachträglich aufgesetzt und Stuss.
Ein bisschen tragen konnte man die Erzählung noch, als der Zeitgeist Degrowth-Geraune zuließ. Jetzt gibt es dafür keine Mehrheiten mehr und die Wahl ist eben wirklich: weiter fossil verbrennen oder Energie noch stärker zu verknappen.
Die Elektrifizierung von Verkehr und Wärme würde den Stromverbrauch mehr als verdoppeln - ganz zu schweigen von dem zusätzlichen Energieverbrauch, der immer überraschend bei steigendem Wohlstand entsteht (s. KI).
Es gibt keinen realistischen Pfad, wie das CO2-Neutral bis 2050 klappt, wenn man weiter auf wetterabhängige Energien setzt, die durch fossiles Gas gebackupt werden.
Ganz egal, ob die wundersam verfügbaren Mengen H2 Mitte der 2030er in (noch umzurüstenden) Gaskraftwerken oder (noch umzurüstenden) Gasthermen nicht verbrannt werden.
Die Elektrifizierung wird auch erheblich verschleppt werden oder gar z.B. bei Verkehr und Wärme absehbar nicht flächendeckend durchgeführt, solange Strom teuer oder sogar teurer als fossile Energien ist - eine Folge der bewusst (durch Abschaltung von Kraftwerken) herbeigeführten Mangelwirtschaft.
Anfang der 2000er hatten wir ~13 % des Primärenergieverbrauchs durch CO2-freie AKWs gestellt, heute sind es ~21 % C02-freie EEs.
Schon bilanziell wird das innerhalb von 20, 25 Jahren nichts. Von Grundlastfähigkeit ganz zu schweigen.
Es bräuchte ein politisches oder physikalisches Wunder.